Februar 18

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Das #1 Missverständnis im Copywriting (und wie sich das auf deinen Umsatz auswirkt)

Ich war mir schon nach der ersten Mail recht sicher, dass dieser potentielle Kunde, von dem ich eine Anfrage bekommen hatte, nicht mein Kunde werden würde.

Und zwar wegen eines Satzes, der ungefähr so ging:

“Bitte sag mir, was mich das pro Wort kostet.”

Ehmm, pro Wort?

Im Content Bereich - also für Artikel, Blogartikel und so weiter - ist das nicht unüblich (obwohl ich es auch da für fragwürdig halte), aber im Copywriting…

No, no.

Ich dachte, ich nutze die Gelegenheit mal, um mit einem Missverständnis im Bereich Copywriting aufzuräumen, das hartnäckig sein Unwesen treibt.

Obacht, das ist für dich als Experte oder Expertin super wichtig, denn im Grunde bist du auch ein Texter oder eine Texterin (auch wenn du dich nicht so siehst): Entweder schreibst du die Texte für deine Landingpages, Salespages, Mails, Anzeigen und so weiter selbst.

Oder du beauftragst jemanden damit und solltest dementsprechend irgendwie einschätzen können, wie der Copywriting Prozess aussieht und ob die Person, die du beauftragst, weißt, was sie da tut.

Dieses Copywriting Missverständnis hat einen direkten Einfluss darauf, wie effektiv dein Online Marketing so ist.

Sprich....

  • wie viele Leute sich für deinen Newsletter eintragen,
  • wie du deine Landingpages konvertieren
  • wie viele sich für deine Webinare anmelden
  • und letztendlich natürlich auch, wie viele Menschen tatsächlich bei dir kaufen

Missverständnis #1: Man setzt sich einfach hin und fängt an zu schreiben

Ich stecke gerade wieder mitten in den Vorbereitungen für meinen nächsten Launch. Letzte Woche habe ich die Landingpage für meine Challenge geschrieben - beziehungsweise überarbeitet. 

Und ich kann dir sagen: 

Sich einfach hinsetzen und anfangen zu schreiben ist NICHT der Weg, wenn hohe Conversion Rates und profitable Launches dein Ziel sind. 

Was du auf deiner Landingpage (oder jeder anderen Seite) schreibst, hängt davon ab, für wen du schreibst, was du anbietest und was dein Ziel ist. 

Ein kleines Beispiel… 

Ich schicke nach jedem Launch eine Nichtkäufer-Umfrage raus. Ich will schließlich wissen, warum die Leute nicht kaufen. Denn wenn ich das weiß, weiß ich entweder: 

  1. Was ich noch optimieren sollte oder 
  2. Für wen mein Angebot einfach nichts ist 

Die Antworten auf meine Mail waren total spannend. 

Die meisten gingen in diese Richtung: 


“Ich habe mich gegen das Bootcamp entschieden, da ich momentan noch so sehr in der Planungsphase bin, dass ich eh grad 5-7 Baustellen gleichzeitig habe. Die muss ich erst einmal abarbeiten, um überhaupt etwas zum Präsentieren zu haben.”


Durch das Feedback auf diese Mail und meine anderen Umfragen hat sich gezeigt, dass ich sehr viele Business Anfänger und Business Anfängerinnen anziehe. 

Die haben teilweise noch keine Klarheit über ihre Positionierung, Nische, Zielgruppe und so weiter. Das heißt für mich, dass meine Expertise bei ihnen noch gar nicht richtig wirken kann. 

Mit jedem Launch oder jeder Aktion lernst du extrem viel über die Menschen, die du anziehst, darüber mit wem du eigentlich zusammenarbeiten willst und so weiter… 

Schreib dir das unbedingt alles auf!

Das ist für deinen nächsten Launch oder deine nächste Aktion extrem wertvoll. 

Was hat das jetzt mit der Landingpage zu tun?

Tja, wenn das die Menschen sind, die am meisten von meinem Kurs profitieren, dann:

Muss ich dafür sorgen, dass genau die Menschen sich für meine Challenge anmelden.

Und das steuere ich über das Messaging auf meiner Landingpage.

Die Qualität deiner Landingpage für dein Freebie, dein Webinar, deine Challenge oder ähnliches hat also einen Einfluss darauf, wie erfolgreich du am Ende verkaufst!

Was kann ich schreiben, damit sich genau die angesprochen fühlen?

Was kann ich schreiben, damit klar wird, dass das hier nicht für diejenigen ist, die gerade erst gestartet sind mit ihrem Business?

Das ist ein Beispiel für die Art Hirnschmalz, die du aufwenden solltest, bevor du überhaupt ein Wort schreibst.

Gutes Copywriting besteht zu circa 70 Prozent aus planen und 30 Prozent aus schreiben. Es besteht aus dem Was und aus dem Wie.

Alle Messages (also das Was) auf der Seite führen den Leser zu der Handlung, die du von ihm haben willst.

Copywriting geht so viel tiefer als schöne Formulierungen

Wenn ich anfange zu schreiben, habe ich nicht nur eine klare Vorstellung davon, was das Ziel ist und was ich im Leser oder der Leserin auslösen will, um das zu erreichen… 

… ich hab auch eine klare Outline für die Seite, die ich schreibe. 

Ich weiß, welchen Hook ich nehme, wie ich Neugier erzeuge, was die einzelnen Messages sind und inwieweit sie mir helfen, die Conversion zu bekommen. 

Deswegen schreibe ich diese wichtigen Seiten - Landingpages, Salespages, Ads, Mails - auch in der Regel in mehreren Steps. 

Also, was ich damit sagen will: Verabschiede dich von der Idee, dass man sich einfach hinsetzt und losschreibt. 

Die Worte, die am Ende auf der Landingpage stehen sind nur das Medium, das die Message vermittelt. 

“Something far more profound than mere words beats at the heart of a story”, schreibt Robert McKee in seinem grandiosen Buch “Story”.

Genauso ist es bei uns im Marketing auch. 

Wir machen auch nichts anderes als Geschichten zu erzählen - nur eben in einer anderen Form als Screenwriter. Wir schreiben keine Drehbücher, sondern Blogs, Landingpages, Salespages, Webinare, Ads und Mails...

Das wichtige ist die Message. Und die zu finden, das ist die Kunst, die gute Copywriter und Unternehmer beherrschen.

Ein paar Fragen, die den Copywriter in dir zum Leben erwecken

Nimm dir ruhig ein paar Minuten pro Frage, um Antworten zu sammeln. Versuch nicht, EINE Antwort pro Frage zu finden, sondern mehrere. 

Dann wäge sie ab. 

Recherchiere. 

Wäge wieder ab. 

  • In welcher Situation fällt deinem Leser auf, dass er sein Problem endlich lösen will?
  • Welche konkreten Pain Points verursacht dieses Problem im Leben deiner Leser?
  • Wenn du deiner Leserin einen Zauberstab in die Hand geben würdest, welches Ergebnis würde sie sich herbeizaubern?
  • Was sind 3 Merkmale deines idealen Kunden? Was sind 3 Merkmale, die dein idealer Kunde auf jeden Fall nicht hat? 
  • Wie viel weiß deine Leserin schon über dein Thema? Schon mal gehört? Ziemlich viel? Schon viele verschiedene Dinge ausprobiert? Gerade erst auf das Thema gestoßen?
  • Wenn du das perfekte Testimonial für deinen Kurs/Programm bekommen würdest - was steht da drin? 
  • Was ist der wichtigste, übergeordnete Benefit, den dein Business im Leben deiner Leserin auslöst? Was ist deine Mission?  
  • Warum hat dein Leser sein Ergebnis bisher nicht erreicht? Und wieso sollte er dir glauben, dass er das jetzt mit deiner Hilfe tatsächlich schaffen kann? Was ist anders?


Schreib mir gerne mal in die Kommentare, wie dir diese Fragen gefallen oder was deine Antworten sind - du weißt ja, ich bin extrem neugierig! 

Viel Spaß! 

LG, 

Madita

Hi, ich bin Madita

Copywriter und Online-Marketing-Expertin

Copywriting | Madita Schäkel

Ich habe mich als Werbetexterin auf die wichtigsten Stellen jedes Launches oder Funnels spezialisiert: Landingpages, E-Mail-Sequenzen, Salespages und Facebook Ads.

Ich nehme dir das Schreiben entweder ab, mache die Texte, die du schon hast Conversion-fit oder zeige dir, wie du Texte von vorne herein so schreibst, dass sie konvertieren.

Bei mir bist du richtig, wenn du online deinen Onlinekurs, dein Coaching, deine Mitgliedschaft, dein Programm oder etwas dieser Art verkaufen willst.

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  1. G
    Hallo Madita, Ingolf hier.
    Ich habe mein E-Book geschrieben und auch mein Online Kurs erstellt,
    Weil ich aus Erfahrung weiss, wie schwer der Einstieg ins Affiliate Marketing sein kann.

    Ich will den Menschen helfen, dass sie nicht die gleichen Fehler machen wie ich und somit viel Geld in Werbung und falsche Kurse investieren.

    Es gelingt mir aber nicht, meine Eintragungsconversion zu erhöhen. Viele Besucher, aber anscheinend liefere ich die falsche Botschaft. Oder die Seite spricht die Leute nicht an. Splittest läuft gerade😉

    Gruss
    Ingolf

  2. Alles, was Du hier in diesem Beitrag schreibst, ist absolut richtig. Ich sage meinen Kunden auch immer: „Wenn ich anfange zu schreiben, dann ist 80% der Arbeit bereits erledigt.“ Okay, bei Dir sind es 70 %, aber im Prinzip ist es das Gleiche.

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